Kurz erklärt
Degradation von Solarmodulen ist der allmähliche Rückgang ihrer möglichen elektrischen Leistung im Laufe der Zeit. Sie beschreibt die Veränderung des Moduls, nicht automatisch den Ertragsverlust der gesamten Photovoltaikanlage.
Bei der Bewertung geht es meist um die Nennleistung eines Moduls unter festgelegten Prüfbedingungen. Eine mögliche relative Veränderung lässt sich so ausdrücken: (Ausgangsleistung − aktuelle Leistung) ÷ Ausgangsleistung × 100. Ein solcher Vergleich ist nur aussagekräftig, wenn die Messwerte unter vergleichbaren Bedingungen erhoben wurden.
Der tatsächliche Stromertrag einer Anlage hängt zusätzlich von Faktoren wie Wetter, Jahreszeit, Verschattung, Verschmutzung und der Funktion von Wechselrichter und übrigen Komponenten ab. Sinkt der Ertrag, beweist das deshalb nicht allein eine Degradation der Module. Umgekehrt ist eine Messung der momentanen Anlagenleistung kein verlässlicher Vergleich mit der ursprünglichen Modulleistung, wenn Einstrahlung und Temperatur anders sind.
Angaben zur erwarteten Leistung über die Zeit oder Leistungsgarantien in Herstellerunterlagen sind nicht mit einer Vorhersage des konkreten Jahresertrags gleichzusetzen. Eine Garantie beschreibt zugesicherte Bedingungen; sie sagt nicht, wie viel Strom deine gesamte Anlage an deinem Standort erzeugt. Bei auffälligen Ertragsabweichungen sollten die Anlagendaten und mögliche Fehlerursachen fachgerecht geprüft werden. Arbeiten an elektrischen Komponenten gehören in die Hände eines Elektrofachbetriebs.
Über diesen Beitrag
- Erstellt von
- Redaktion
- Veröffentlicht
- 17. August 2026
- Fachliche Prüfung
- Redaktionell erstellt, fachliche Einzelprüfung ausstehend
- Quellenbasis
- Herstellerdokumentation (kommerzielle Quelle)
Mehr zu unseren redaktionellen Richtlinien, und den Quellen.



