Kurz erklärt
In Hamburg erzeugt eine Photovoltaikanlage mit Südausrichtung und 35° Neigung laut PVGIS rund 990 kWh je kWp und Jahr. Das liegt −5,9 % gegenüber dem Mittel der 40 betrachteten Städte (1.052 kWh/kWp). Eine 10-kWp-Anlage kommt damit rechnerisch auf etwa 9.899 kWh. Wie viel davon du selbst nutzt, hängt von deinem Verbrauch ab.
Hamburg im Städtevergleich
Hamburg liegt mit 990 kWh je kWp auf Platz 37 von 40. Der Spitzenreiter München kommt auf 1.137 kWh je kWp (+14,9 % gegenüber Hamburg). Das Schlusslicht Wuppertal liegt bei 982 kWh je kWp (−0,8 %). Der Abstand zwischen bestem und schwächstem Standort beträgt 155 kWh je kWp oder 15 % des Mittelwerts.
In den Wintermonaten (November bis Februar) entstehen in Hamburg nur etwa 13 % des Jahresertrags. Wer viel Strom im Winter braucht, etwa mit Wärmepumpe, deckt ihn daher mit Photovoltaik nur zu einem kleinen Teil. Ein Ost-West-Dach liefert hier im Mittel 79 % des Südertrags, verteilt ihn aber gleichmäßiger über den Tag.
Im Ranking direkt benachbart: Lübeck (995 kWh je kWp) und Kiel (988 kWh je kWp).
Ertrag im Jahresverlauf
Von April bis September entstehen in Hamburg rund 72 % des Jahresertrags. Der stärkste Monat ist der Mai, der schwächste der Dez. Das Diagramm zeigt den Ertrag je kWp und Monat.
kWh je kWp und Monat, Südausrichtung, 35°.
Ausrichtung und Neigung in Hamburg
Süd ist der Referenzwert. Abweichungen kosten Ertrag, können aber den Eigenverbrauch verbessern, weil sich die Erzeugung auf Morgen und Abend verteilt.
| Ausrichtung | kWh je kWp | vs. Süd | 10 kWp (kWh/Jahr) |
|---|---|---|---|
| Süd (35°) | 990 | 100 % | 9.899 |
| Südost (35°) | 938 | 95 % | 9.378 |
| Südwest (35°) | 926 | 94 % | 9.258 |
| Ost (35°) | 790 | 80 % | 7.896 |
| West (35°) | 775 | 78 % | 7.750 |
| Süd, flach aufgeständert (10°) | 897 | 91 % | 8.972 |
| Nord (35°) | 512 | 52 % | 5.123 |
Beispielrechnungen für Hamburg
Drei typische Konstellationen als Modellrechnung mit dem Hamburg-Ertrag von 990 kWh/kWp. Annahmen: Südausrichtung, 35°, Strompreis 37 ct/kWh, Einspeisevergütung Teileinspeisung Stand Oktober 2026, Szenario „realistisch“ (Strompreissteigerung 2 % pro Jahr, 25 Jahre). Preise sind Orientierungswerte aus Stichproben.
| Beispiel | Ertrag | Eigenverbrauch | Autarkie | Investition | Nutzen Jahr 1 | Amortisation |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kleines Dach 5 kWp, 2.500 kWh Verbrauch | 4.950 kWh | 22 % | 43 % | 7.500 € | 696 € | 12,2 Jahre |
| Familienhaus 8 kWp, 4.500 kWh Verbrauch | 7.919 kWh | 24 % | 42 % | 10.800 € | 1.165 € | 9,9 Jahre |
| Familienhaus mit Speicher 10 kWp + 10 kWh, 4.500 kWh Verbrauch | 9.899 kWh | 34 % | 76 % | 18.500 € | 1.748 € | 11,0 Jahre |
Keine Prognose und keine Fachplanung: Dachzustand, Verschattung, Verbrauchsprofil und Angebotspreise verändern das Ergebnis. Rechne mit deinen Zahlen im Wirtschaftlichkeitsrechner.
Häufige Fragen zum Solarertrag in Hamburg
Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage in Hamburg?
Eine nach Süden ausgerichtete Anlage mit 35° Neigung erzeugt in Hamburg laut PVGIS etwa 990 kWh je kWp und Jahr. Eine 10-kWp-Anlage kommt damit rechnerisch auf rund 9.899 kWh. Einzelne Jahre können abweichen, Verschattung ist nicht enthalten.
Lohnt sich Ost-West-Ausrichtung in Hamburg?
Ost- oder West-Dächer erreichen in Hamburg etwa 790 bzw. 775 kWh je kWp, also 80 % bzw. 78 % des Südertrags. Dafür verteilt sich die Erzeugung gleichmäßiger über den Tag, was den Eigenverbrauch erhöhen kann.
Wie stark schwankt der Ertrag zwischen Sommer und Winter?
Von April bis September entstehen in Hamburg etwa 72 % des Jahresertrags. Der stärkste Monat ist der Mai (128 kWh je kWp), der schwächste der Dez (23 kWh je kWp).
Methodik und Datengrundlage
Der Ertrag stammt aus PVGIS (v5_3), dem Photovoltaic Geographical Information System der Europäischen Kommission, für den Standort 20095 Hamburg (Koordinaten 53,549 / 10,007), 1 kWp, kristallines Silizium, 14 % Systemverluste, Strahlungsdaten PVGIS-SARAH3. Verschattung durch Gebäude und Bäume ist nicht enthalten. Stand der Abfrage: 2026-10-11. Weitere Informationen auf der Seite Methodik und im Glossar unter PVGIS.
