Kurz erklärt
Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welcher Anteil des Solarstroms direkt oder über einen Speicher im Haushalt verbraucht wird. Berechnet wird sie aus selbst genutztem PV-Strom geteilt durch den gesamten PV-Ertrag. Sie sagt nicht aus, wie viel des gesamten Strombedarfs durch die Anlage gedeckt wird.
Die Eigenverbrauchsquote beschreibt, welcher Anteil des von einer Photovoltaikanlage erzeugten Stroms im Haushalt genutzt wird. Dazu zählen sowohl der direkte Verbrauch während der Stromerzeugung als auch Solarstrom, der zunächst gespeichert und später im Haushalt verbraucht wird. Nicht selbst genutzter Strom wird zum Beispiel ins öffentliche Netz eingespeist.
Die Berechnung lautet: Eigenverbrauchsquote = selbst genutzter PV-Strom ÷ gesamter PV-Ertrag × 100. Erzeugt eine Anlage beispielsweise Solarstrom, von dem ein Teil im Haushalt genutzt und der übrige Teil eingespeist wird, setzt die Quote den genutzten Anteil ins Verhältnis zur gesamten Erzeugung. Für eine genaue Berechnung müssen Erzeugung und Verbrauch über denselben Zeitraum und mit passenden Messwerten erfasst werden.
Die Eigenverbrauchsquote ist nicht mit dem Autarkiegrad gleichzusetzen. Die Eigenverbrauchsquote bezieht sich auf den erzeugten Solarstrom; der Autarkiegrad darauf, welcher Anteil des gesamten Stromverbrauchs durch die eigene Anlage gedeckt wird. Ein hoher Eigenverbrauchsanteil bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ein Haushalt wenig Strom aus dem Netz bezieht. Ein Speicher kann Solarstrom für die spätere Nutzung verfügbar machen. Ob sich das finanziell lohnt, hängt jedoch unter anderem von den Anschaffungskosten, dem Strompreis und der Einspeisevergütung ab. Eine hohe Quote allein ist daher kein Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Anlage.
Über diesen Beitrag
- Erstellt von
- Redaktion
- Veröffentlicht
- 3. August 2026
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