Kurz erklärt
In Frankfurt am Main erzeugt eine Photovoltaikanlage mit Südausrichtung und 35° Neigung laut PVGIS rund 1.081 kWh je kWp und Jahr. Das liegt +2,7 % gegenüber dem Mittel der 40 betrachteten Städte (1.052 kWh/kWp). Eine 10-kWp-Anlage kommt damit rechnerisch auf etwa 10.805 kWh. Wie viel davon du selbst nutzt, hängt von deinem Verbrauch ab.
Frankfurt am Main im Städtevergleich
Frankfurt am Main liegt mit 1.081 kWh je kWp auf Platz 11 von 40. Der Spitzenreiter München kommt auf 1.137 kWh je kWp (+5,3 % gegenüber Frankfurt am Main). Das Schlusslicht Wuppertal liegt bei 982 kWh je kWp (−9,1 %). Der Abstand zwischen bestem und schwächstem Standort beträgt 155 kWh je kWp oder 15 % des Mittelwerts.
In den Wintermonaten (November bis Februar) entstehen in Frankfurt am Main nur etwa 15 % des Jahresertrags. Wer viel Strom im Winter braucht, etwa mit Wärmepumpe, deckt ihn daher mit Photovoltaik nur zu einem kleinen Teil. Ein Ost-West-Dach liefert hier im Mittel 80 % des Südertrags, verteilt ihn aber gleichmäßiger über den Tag.
Im Ranking direkt benachbart: Wiesbaden (1.091 kWh je kWp) und Saarbrücken (1.080 kWh je kWp).
Ertrag im Jahresverlauf
Von April bis September entstehen in Frankfurt am Main rund 69 % des Jahresertrags. Der stärkste Monat ist der Jul, der schwächste der Dez. Das Diagramm zeigt den Ertrag je kWp und Monat.
kWh je kWp und Monat, Südausrichtung, 35°.
Ausrichtung und Neigung in Frankfurt am Main
Süd ist der Referenzwert. Abweichungen kosten Ertrag, können aber den Eigenverbrauch verbessern, weil sich die Erzeugung auf Morgen und Abend verteilt.
| Ausrichtung | kWh je kWp | vs. Süd | 10 kWp (kWh/Jahr) |
|---|---|---|---|
| Süd (35°) | 1.081 | 100 % | 10.805 |
| Südost (35°) | 1.026 | 95 % | 10.264 |
| Südwest (35°) | 1.011 | 94 % | 10.107 |
| Ost (35°) | 870 | 81 % | 8.704 |
| West (35°) | 849 | 79 % | 8.494 |
| Süd, flach aufgeständert (10°) | 988 | 91 % | 9.880 |
| Nord (35°) | 568 | 53 % | 5.682 |
Beispielrechnungen für Frankfurt am Main
Drei typische Konstellationen als Modellrechnung mit dem Frankfurt am Main-Ertrag von 1.081 kWh/kWp. Annahmen: Südausrichtung, 35°, Strompreis 37 ct/kWh, Einspeisevergütung Teileinspeisung Stand Oktober 2026, Szenario „realistisch“ (Strompreissteigerung 2 % pro Jahr, 25 Jahre). Preise sind Orientierungswerte aus Stichproben.
| Beispiel | Ertrag | Eigenverbrauch | Autarkie | Investition | Nutzen Jahr 1 | Amortisation |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kleines Dach 5 kWp, 2.500 kWh Verbrauch | 5.403 kWh | 20 % | 44 % | 7.500 € | 736 € | 11,5 Jahre |
| Familienhaus 8 kWp, 4.500 kWh Verbrauch | 8.644 kWh | 22 % | 43 % | 10.800 € | 1.230 € | 9,4 Jahre |
| Familienhaus mit Speicher 10 kWp + 10 kWh, 4.500 kWh Verbrauch | 10.805 kWh | 32 % | 78 % | 18.500 € | 1.843 € | 10,5 Jahre |
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Häufige Fragen zum Solarertrag in Frankfurt am Main
Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage in Frankfurt am Main?
Eine nach Süden ausgerichtete Anlage mit 35° Neigung erzeugt in Frankfurt am Main laut PVGIS etwa 1.081 kWh je kWp und Jahr. Eine 10-kWp-Anlage kommt damit rechnerisch auf rund 10.805 kWh. Einzelne Jahre können abweichen, Verschattung ist nicht enthalten.
Lohnt sich Ost-West-Ausrichtung in Frankfurt am Main?
Ost- oder West-Dächer erreichen in Frankfurt am Main etwa 870 bzw. 849 kWh je kWp, also 81 % bzw. 79 % des Südertrags. Dafür verteilt sich die Erzeugung gleichmäßiger über den Tag, was den Eigenverbrauch erhöhen kann.
Wie stark schwankt der Ertrag zwischen Sommer und Winter?
Von April bis September entstehen in Frankfurt am Main etwa 69 % des Jahresertrags. Der stärkste Monat ist der Jul (133 kWh je kWp), der schwächste der Dez (31 kWh je kWp).
Methodik und Datengrundlage
Der Ertrag stammt aus PVGIS (v5_3), dem Photovoltaic Geographical Information System der Europäischen Kommission, für den Standort 60311 Frankfurt am Main (Koordinaten 50,111 / 8,683), 1 kWp, kristallines Silizium, 14 % Systemverluste, Strahlungsdaten PVGIS-SARAH3. Verschattung durch Gebäude und Bäume ist nicht enthalten. Stand der Abfrage: 2026-10-11. Weitere Informationen auf der Seite Methodik und im Glossar unter PVGIS.
