Kurz erklärt
In Wiesbaden erzeugt eine Photovoltaikanlage mit Südausrichtung und 35° Neigung laut PVGIS rund 1.091 kWh je kWp und Jahr. Das liegt +3,7 % gegenüber dem Mittel der 40 betrachteten Städte (1.052 kWh/kWp). Eine 10-kWp-Anlage kommt damit rechnerisch auf etwa 10.912 kWh. Wie viel davon du selbst nutzt, hängt von deinem Verbrauch ab.
Wiesbaden im Städtevergleich
Wiesbaden liegt mit 1.091 kWh je kWp auf Platz 10 von 40. Der Spitzenreiter München kommt auf 1.137 kWh je kWp (+4,2 % gegenüber Wiesbaden). Das Schlusslicht Wuppertal liegt bei 982 kWh je kWp (−10,0 %). Der Abstand zwischen bestem und schwächstem Standort beträgt 155 kWh je kWp oder 15 % des Mittelwerts.
In den Wintermonaten (November bis Februar) entstehen in Wiesbaden nur etwa 15 % des Jahresertrags. Wer viel Strom im Winter braucht, etwa mit Wärmepumpe, deckt ihn daher mit Photovoltaik nur zu einem kleinen Teil. Ein Ost-West-Dach liefert hier im Mittel 80 % des Südertrags, verteilt ihn aber gleichmäßiger über den Tag.
Im Ranking direkt benachbart: Würzburg (1.103 kWh je kWp) und Frankfurt am Main (1.081 kWh je kWp).
Ertrag im Jahresverlauf
Von April bis September entstehen in Wiesbaden rund 69 % des Jahresertrags. Der stärkste Monat ist der Jul, der schwächste der Dez. Das Diagramm zeigt den Ertrag je kWp und Monat.
kWh je kWp und Monat, Südausrichtung, 35°.
Ausrichtung und Neigung in Wiesbaden
Süd ist der Referenzwert. Abweichungen kosten Ertrag, können aber den Eigenverbrauch verbessern, weil sich die Erzeugung auf Morgen und Abend verteilt.
| Ausrichtung | kWh je kWp | vs. Süd | 10 kWp (kWh/Jahr) |
|---|---|---|---|
| Süd (35°) | 1.091 | 100 % | 10.912 |
| Südost (35°) | 1.036 | 95 % | 10.362 |
| Südwest (35°) | 1.022 | 94 % | 10.217 |
| Ost (35°) | 880 | 81 % | 8.795 |
| West (35°) | 860 | 79 % | 8.598 |
| Süd, flach aufgeständert (10°) | 999 | 92 % | 9.994 |
| Nord (35°) | 574 | 53 % | 5.738 |
Beispielrechnungen für Wiesbaden
Drei typische Konstellationen als Modellrechnung mit dem Wiesbaden-Ertrag von 1.091 kWh/kWp. Annahmen: Südausrichtung, 35°, Strompreis 37 ct/kWh, Einspeisevergütung Teileinspeisung Stand Oktober 2026, Szenario „realistisch“ (Strompreissteigerung 2 % pro Jahr, 25 Jahre). Preise sind Orientierungswerte aus Stichproben.
| Beispiel | Ertrag | Eigenverbrauch | Autarkie | Investition | Nutzen Jahr 1 | Amortisation |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kleines Dach 5 kWp, 2.500 kWh Verbrauch | 5.456 kWh | 20 % | 44 % | 7.500 € | 741 € | 11,4 Jahre |
| Familienhaus 8 kWp, 4.500 kWh Verbrauch | 8.730 kWh | 22 % | 43 % | 10.800 € | 1.238 € | 9,3 Jahre |
| Familienhaus mit Speicher 10 kWp + 10 kWh, 4.500 kWh Verbrauch | 10.912 kWh | 32 % | 78 % | 18.500 € | 1.854 € | 10,4 Jahre |
Keine Prognose und keine Fachplanung: Dachzustand, Verschattung, Verbrauchsprofil und Angebotspreise verändern das Ergebnis. Rechne mit deinen Zahlen im Wirtschaftlichkeitsrechner.
Häufige Fragen zum Solarertrag in Wiesbaden
Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage in Wiesbaden?
Eine nach Süden ausgerichtete Anlage mit 35° Neigung erzeugt in Wiesbaden laut PVGIS etwa 1.091 kWh je kWp und Jahr. Eine 10-kWp-Anlage kommt damit rechnerisch auf rund 10.912 kWh. Einzelne Jahre können abweichen, Verschattung ist nicht enthalten.
Lohnt sich Ost-West-Ausrichtung in Wiesbaden?
Ost- oder West-Dächer erreichen in Wiesbaden etwa 880 bzw. 860 kWh je kWp, also 81 % bzw. 79 % des Südertrags. Dafür verteilt sich die Erzeugung gleichmäßiger über den Tag, was den Eigenverbrauch erhöhen kann.
Wie stark schwankt der Ertrag zwischen Sommer und Winter?
Von April bis September entstehen in Wiesbaden etwa 69 % des Jahresertrags. Der stärkste Monat ist der Jul (134 kWh je kWp), der schwächste der Dez (30 kWh je kWp).
Methodik und Datengrundlage
Der Ertrag stammt aus PVGIS (v5_3), dem Photovoltaic Geographical Information System der Europäischen Kommission, für den Standort 65183 Wiesbaden (Koordinaten 50,082 / 8,239), 1 kWp, kristallines Silizium, 14 % Systemverluste, Strahlungsdaten PVGIS-SARAH3. Verschattung durch Gebäude und Bäume ist nicht enthalten. Stand der Abfrage: 2026-10-11. Weitere Informationen auf der Seite Methodik und im Glossar unter PVGIS.
